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20. Jahreshauptversammlung Verein Villa Falkenhorst: Ehrungen und Vorstandsänderungen

Der Verein Villa Falkenhorst hielt im Douglass-Saal seine 20. Jahreshauptversammlung ab. Im Zentrum des Abends, der auf Falkenhorst traditionell auch immer eine kulturelle Komponente beinhaltet, standen neben dem Rück- und Ausblick, die besondere Würdigung der Verdienste aller Beteiligten der vergangenen 20 Jahre in und um die Villa Falkenhorst.

Ehrung für langjährige Verdienste

Obfrau Elisabeth Tschann würdigte Luis Caldonazzi für seine Unterstützung seit den ersten Stunden des Vereins. Für sein langjähriges Engagement und das seiner Frau Edith widmete der Verein dem Ehepaar zwei neu gepflanzte Bäume im Park. Zudem wurde des verstorbenen Gründers Helmut Gerster mit einem besonderen Musikstück gedacht und Hildegard Amann für ihre Leihgabe des Kunstwerks von Katharina Biser im Salon gedankt.

Umstrukturierung im Vorstand

Es fanden keine Neuwahlen statt, sondern eine Umstrukturierung innerhalb des Gremiums. Die Mitglieder bestätigten die Änderungen einstimmig: Roman Amann wurde als neuer stellvertretender Obmann kooptiert. Reinhold Schneider übernimmt zukünftig die Funktion des Kassiers und Robert Manner-Beiter ist neuer Schriftführer.

Aus dem Vorstand schieden Stefan Burtscher und Annette Heim aus. Ihnen wurde für ihre bisherige Arbeit gedankt.

Bilanz und Ausblick

Geschäftsführerin Verena Burtscher bilanzierte ein erfolgreiches Jahr 2025 mit 129 Veranstaltungen und rund 8.000 Besuchern. Auch finanziell wurde ein positives Ergebnis erzielt.

Für das Jahr 2026 steht als nächster Abschnitt der „Blumenegger Sommer“ an. Am 21. Juni startet die Saison mit einer Matinee im Park, deren Zentrum ein Skulpturenpark des Bildhauers Georg Loewit bildet.

Auch Bürgermeister Harald Witwer würdigt bei der Jahreshauptversammlung die Verdienste aller: „Die beeindruckende Entwicklung der letzten Jahre ist etwas, auf das wir stolz sein können. Die Villa Falkenhorst ist von enormer Bedeutung für die Gemeinde Thüringen.“

Musikalisch begleitet wurde der Abend von Laurah und Nicola Kasemann mit einer musikalischen Europareise.

 

70 Jahre Österreich im Europarat: Erfolgreicher Salonvortrag in der Villa Falkenhorst verbindet Generationen

Thüringen, 7. Mai 2026 – Am gestrigen 6. Mai lud die Villa Falkenhorst zu einem ganz besonderen Salonvortrag ein. Unter dem Titel „70 Jahre Österreich im Europarat – Engagement, Werte und europäische Verantwortung“ bot die Veranstaltung spannende Einblicke in die Arbeit jener paneuropäischen Institution, die sich dem Schutz von Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit verschrieben hat.

Als hochkarätiger Referent konnte Mag. Andreas Lins gewonnen werden. Der gebürtige Feldkircher ist seit 2022 österreichischer Generalkonsul in Straßburg und stellvertretender Leiter der Ständigen Vertretung Österreichs beim Europarat. In seinem fundierten Vortrag spannte er den Bogen von den historischen Rahmenbedingungen des österreichischen Beitritts vor sieben Jahrzehnten bis hin zu den aktuellen Herausforderungen für multilaterale Institutionen. Dabei beleuchtete er insbesondere die Rolle kleiner und mittlerer Staaten im Gefüge der internationalen Politik.

Politische Bildung trifft auf nachberufliche Lebensphase

Die Salonvorträge der Villa Falkenhorst richten sich traditionell an Menschen in der nachberuflichen Lebensphase. Der gestrige Vormittag zeichnete sich jedoch durch ein besonderes, generationenübergreifendes Publikum aus: Neben den treuen Stammgästen und interessierten Besuchern nahmen auch Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Thüringen an der Veranstaltung teil.

Der Besuch der Jugendlichen fand im Rahmen des Projekts „culture.connected“ statt, einer vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) sowie dem OeAD geförderten Initiative. Ziel der Kooperation zwischen der Villa Falkenhorst und der MMS Thüringen ist es, junge Menschen nachhaltig für demokratische Prozesse zu sensibilisieren und ihnen konkrete Erfahrungsräume politischer Teilhabe zu eröffnen.

Begeisterte Rückmeldungen der Jugend

Dass dieses Konzept der Kulturvermittlung voll aufgeht, zeigten die durchweg positiven Reaktionen der Schülerinnen und Schüler im Anschluss an den Vortrag. Die komplexe Thematik der europäischen Zusammenarbeit wurde greifbar und stieß auf großes Interesse.

„Voll informativ und interessant, dass es neben der EU auch noch andere Institutionen gibt, die uns beschützen und für uns wichtig sind.“

– Moritz, Schüler der MMS Thüringen

Auch seine Mitschülerinnen und Mitschüler zeigten sich beeindruckt: Während Lena den Vortrag als sehr spannend empfand und Luis betonte, sehr viel Neues gelernt zu haben, brachte es Wilhelm auf den Punkt: „Mir hat es supergut gefallen, die Veranstaltung würde ich jederzeit wieder besuchen.“

Nach einer kurzen Pause nutzte das gemischte Publikum die Gelegenheit, sich aktiv in die Diskussion einzubringen. Die zahlreichen Fragen an Generalkonsul Lins zeigten, dass der Europarat nicht nur als historische Konstante, sondern als lebendiges Forum europäischer Verantwortung wahrgenommen wird – ein gelungener Abschluss der Salonvortragsreihe vor der Sommerpause.