Das 2022 gegründete Motus Quartett ist ein internationales Streichquartett mit Sitz in Wien. Es besteht aus den Violinisten Tim de Vries und Karla Križ, der Bratschistin Erin Pitts sowie dem Cellisten Domonkos Hartmann. Die vier Musikerinnen und Musiker fanden während ihres Studiums an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zusammen und werden dort von Johannes Meissl betreut.
Besonders prägend ist die fortlaufende Zusammenarbeit mit György Kurtág, mit dem das Quartett intensiv an mehreren Werken arbeitet. Weitere künstlerische Impulse erhielt das Ensemble unter anderem von Oliver Wille, Eckart Runge, Valentin Erben, Hatto Beyerle und Peter Schuhmayer; auch mit dem Arditti Quartet verbindet es eine Zusammenarbeit.
Nach dem Ersten Preis beim Internationalen Joseph-Joachim-Kammermusikwettbewerb in Weimar 2025 wurde das Motus Quartett im Mai 2026 beim 12. Internationalen Kammermusikwettbewerb in Osaka mit dem Ersten Preis und vier Sonderpreisen ausgezeichnet. Zuletzt erhielt es zudem den renommierten, mit 60.000 Euro dotierten Musikpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung.
Das Motus Quartett ist Mitglied der European Chamber Music Academy und wird von der Accademia Perosi gefördert. Konzerte führten das Ensemble bereits in bedeutende Säle wie das Wiener Konzerthaus, den Wiener Musikverein, das Concertgebouw Amsterdam, die Suntory Hall in Tokio und die Wigmore Hall in London.
Nach seinem Debüt im Jahr 2026 kehrt das Motus Quartett 2027 wieder in die Villa Falkenhorst zurück.
Auf dem Programm stehen Joseph Haydns Streichquartett G-Dur, op. 77 Nr. 1, Béla Bartóks Streichquartett Nr. 4 sowie nach der Pause Wolfgang Amadeus Mozarts Streichquartett C-Dur, KV 465.